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RM 2162 / Raster / 2025 / 2LP gatefold limited

Manche Musik kann den Eindruck erwecken, sie würde fortlaufend neue Regeln aufstellen und sie im selben Zug, wie sie nach diesen handelt, auch gleich wieder brechen. Es sind jene Momente, in denen ein Ton irritiert, die Aufmerksamkeit auf sich zieht und dennoch flüchtig bleibt, ohne die Regelhaftigkeit oder eher die Wiederholung zu vernachlässigen. Diese fordert eine mathematische und kodierte Genauigkeit, aus welcher das Album Triality des St. Gallers Milian Mori entstanden zu sein scheint.

 Das klingt zunächst nach schwerer Kost und ist es teilweise auch: Das Album, das von einer feinen Linie durchzogen ist und das Ganze zu einem Hörbuch schnürt, kann fast nur über Metaphern beschrieben werden. Das interessiert Mori allerdings auch: das Unbenannte und Unbekannte, eine dritte Ordnung in der Zweidimensionalität, wofür eine Sprache erst entwickelt werden muss.

 In dieser Sprache bestehen viele Laute aus harten, tiefen Bässen und dann schleichenden Alarmgeräuschen. Es kann erschrecken, wie zum Beispiel in Fugue, oder in Spacing Out die Gedanken auf eine Reise schicken. Das Artwork von Ollie Schaich mit einem Still des japanischen Regisseurs Hiroshi Kondo zieht ebenso ein und macht Triality zu einem Gesamtkunstwerk, das die Dimensionen infrage zu stellen vermag.

 (Lidija Dragojević)

Position Title/Credits Duration
A1 Futurology 2:13
A2 Interlude 1 0:35
A3 Shere 4:38
A4 Interlude 2 2:29
B1 Fugue 6:19
B2 Interlude 3 3:03
B3 Spacing Out 6:28
B4 Interlude 4 1:23
C1 Essay 4:41
C2 Interlude 5 2:00
C3 Ballad 5:07
C4 Interlude 6 1:09
D1 Nonbinary 4:03
D2 Interlude 7 0:45
D3 Triality 3:33
D4 Soft Exit 3:48
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